
Die peruanische Strafvollzugsbehörde (INPE) hat am Dienstag die Einleitung eines administrativen Disziplinarverfahrens gegen den ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo bekannt gegeben, nachdem dieser einem spanischen Medium aus dem Gefängnis heraus ein Interview gegeben hatte.
Die Anstalt hat in einer Erklärung darauf hingewiesen, dass sie keine Interviews innerhalb des Gefängnisses, in dem Castillo inhaftiert ist, genehmigt hat und dass der ehemalige Präsident lediglich das Recht hat, mit seiner Familie und seinen Freunden zu kommunizieren und Besuche zu empfangen, wie die Zeitung «La República» berichtet.
Er wies auch darauf hin, dass das Strafvollzugsgesetzbuch festlegt, dass die Kommunikation zwar ein Recht aller Personen im Freiheitsentzug ist, dass sie aber im Rahmen der Parameter und Ziele der Strafvollzugsbehandlung erfolgen muss, was politische oder bekehrende Kommunikation ausschließt.
Die Klage der INPE erfolgte, nachdem der ehemalige Präsident der spanischen Zeitung «El Salto» ein Exklusivinterview gegeben hatte, in dem er seine Ankündigung der Auflösung des peruanischen Kongresses verteidigte und behauptete, er sei das Opfer eines von der peruanischen Rechten organisierten Komplotts.
Es handelt sich um das zweite Verwaltungsverfahren, das die INPE gegen den ehemaligen Präsidenten eröffnet hat. Am 26. Januar wurde gegen ihn ein Disziplinarverfahren eingeleitet, weil er einen unterzeichneten Brief im sozialen Netzwerk Twitter veröffentlicht hatte. Daraufhin leitete der Technische Strafvollzugsrat eine Untersuchung ein, um eine eventuelle Verantwortlichkeit im Einklang mit dem Gesetz festzustellen, so die oben genannte Zeitung.
Pedro Castillo ist seit dem 17. Dezember im Gefängnis von Barbadillo am Stadtrand von Lima inhaftiert, nachdem die Justiz nach der Ankündigung der Auflösung des Kongresses und der Einsetzung einer Notstandsregierung am 7. Dezember eine 18-monatige Untersuchungshaft gegen ihn verhängt hatte.
Die peruanische Justiz ordnete diese Maßnahme gegen den ehemaligen peruanischen Präsidenten an, da gegen ihn wegen mutmaßlicher Straftaten wie Rebellion, Verschwörung, Amtsmissbrauch und Ruhestörung ermittelt wird.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






