
Die Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch (HRW), die sich auf die Überwachung der internationalen Menschenrechtslage spezialisiert hat, hat die bangladeschischen Behörden aufgefordert, gegen die Kriminalabteilung der Nationalen Polizei zu ermitteln, die in den letzten Wochen des Verschwindenlassens von Personen und der Folter beschuldigt wurde.
HRW ist besonders besorgt über den Fall des Ladenbesitzers Mohamed Rabiul Islam, der in der Haft starb, nachdem er gefoltert worden war, wie seinerzeit von bangladeschischen Aktivisten berichtet wurde. Der Tod des Ladenbesitzers löste eine Welle von Protesten in der Stadt Gazipur aus. Die Polizei geht davon aus, dass er von einem Lastwagen überfahren wurde.
Der Anwalt Abu Hosain Rajon behauptete am 29. Januar, er sei von der Kriminalpolizei gefoltert worden, ebenso wie der Journalist Raghunath Kha eine Woche zuvor, der behauptete, die Beamten hätten ihm mit Klemmen an den Ohrläppchen Stromschläge versetzt und ihn mit Stöcken auf die Fußsohlen geschlagen.
Die Polizei leugnete die Festnahme des Anwalts und wies die Vorwürfe des Reporters zurück. Laut HRW handelt es sich hierbei um die jüngste in einer Reihe von angeblichen Misshandlungen durch Polizeibeamte.
Die NRO erinnert daran, dass der UN-Ausschuss gegen Folter im Juli 2019 die Polizei von Bangladesch als «Staat im Staat» bezeichnete, der «ungestraft und ohne jegliche Rechenschaftspflicht operieren kann». In den letzten zehn Jahren gab es nur eine Verurteilung eines Angehörigen der Sicherheitskräfte wegen Folter.
HRW wirft Bangladesch vor, alle Empfehlungen des UN-Ausschusses zu ignorieren, wie z. B. die Einbeziehung unabhängiger Beobachter in allen Haftanstalten sowie die Einleitung von Untersuchungen zu allen erhobenen Vorwürfen, insbesondere im Vorfeld der für Anfang 2024 geplanten Parlamentswahlen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






