
Die Türkei ist aufgrund ihrer geografischen Lage ein Gebiet mit hoher seismischer Aktivität. Der größte Teil des Landes liegt auf der anatolischen Platte, die zwischen mehreren Platten eingeklemmt ist, die von verschiedenen Fronten Druck ausüben und dadurch schwere Erdbeben wie das vom Montag verursachen können.
Allein im Jahr 2022 wurden in der Türkei mehr als 20.000 Erdbeben registriert. Fast 130 davon hatten eine Stärke von mehr als 4 auf der Richterskala, eines sogar von mehr als 6, wie türkische Medien unter Berufung auf Daten der nationalen Katastrophenschutzbehörde (AFAD) berichten.
Tatsächlich bemühen sich die Behörden, die Öffentlichkeit über Tipps zur Vorbeugung von Erdbeben aufzuklären, da sie davon ausgehen, dass diese von Zeit zu Zeit unvermeidlich sind. Im November 2022 organisierte das Land zum ersten Mal eine landesweite Erdbebenübung in 81 Provinzen gleichzeitig.
Kindern wird von klein auf beigebracht, dass sie auf Notfälle vorbereitet sein und wissen müssen, wie sie sich in solchen Fällen verhalten sollen. Laut der Tageszeitung «Daily Sabah» ist es auch üblich, von vornherein sicherere Zonen in Wohnungen oder an Arbeitsplätzen einzurichten oder zu ermitteln.
Der größte Teil der Türkei liegt auf der anatolischen Platte, die wiederum zwischen zwei großen Platten, der eurasischen und der afrikanischen, und einer dritten, kleineren Platte, der arabischen, liegt. Dies führt dazu, dass mehrere Verwerfungen durch das Land verlaufen, was die Möglichkeit größerer Erdbeben begünstigt.
Die gefährlichste von ihnen, wo die türkische und die eurasische Platte aufeinandertreffen, verläuft durch die gesamte Nordtürkei und führt sehr nahe an Istanbul vorbei. Experten befürchten immer wieder, dass diese große türkische Stadt erneut von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht werden könnte.
Tatsächlich hat Istanbul bereits 1999 rund tausend Tote zu beklagen gehabt, nachdem ein Erdbeben in verschiedenen Teilen des Landes mehr als 17.000 Menschen das Leben gekostet hatte. Das tödlichste Erdbeben in der Türkei im letzten Jahrhundert ereignete sich 1939, als bei einem Erdbeben in Erzincan im Osten des Landes fast 33.000 Menschen getötet und 100.000 verletzt wurden.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






