
Der Kommandowechsel beim russischen Militäreinsatz in der Ukraine hat nach Angaben britischer Geheimdienste zu einer verstärkten Überwachung grundlegender Disziplinierungsregeln geführt, vom Verbot der Benutzung von Mobiltelefonen bis hin zur Vereinheitlichung von Haarschnitten.
Russland räumte ein, dass die ukrainischen Behörden durch die Nutzung von Mobilfunkdiensten in der Lage waren, eine militärische Stellung in Makiwka in der Region Donezk zu lokalisieren und zu beschießen. Nach offiziellen Angaben aus Moskau wurden etwa 90 Soldaten getötet.
Seit Russland in diesem Monat den Befehlshaber seiner Streitkräfte in der Ukraine ablöste, die nun unter dem Kommando von Waleri Gerassimow stehen, besteht eines der Ziele darin, «die Disziplin der täglich eingesetzten Truppen zu verbessern». Nach Angaben britischer Sachverständiger werden grundlegende Fragen wie Uniformen und die Verwendung bestimmter Fahrzeuge für Überstellungen genauer überwacht.
Der britische Geheimdienst hat erklärt, dass diese Maßnahmen mit «Skepsis» aufgenommen wurden, wobei die lokalen prorussischen Behörden die Frage stellen, ob Moskau Imagefragen über wichtigere Fragen des Schlachtfelds stellt.
Der Gründer der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, der dem Kreml die Dienste seiner Söldner angeboten hat, ist Berichten zufolge ebenfalls zurückhaltend, da er weiß, dass «der Krieg eine Zeit für die Aktiven und die Tapferen ist, nicht für die Kahlköpfigen», so der jüngste britische Bericht.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






