
Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) meldete am Montag die Einleitung einer Untersuchung über angebliche Manöver des Verteidigungsministeriums zur Überhöhung der Preise für Lebensmittel, die für das Militär gekauft werden.
Die Agentur gab auf ihrem offiziellen Facebook-Kanal eine Erklärung ab, in der es hieß, dass die Informationen, die zuvor von der Zeitung «Dzerkalo Tikhnia» veröffentlicht worden waren, ihr bereits bekannt waren und untersucht wurden, bevor die Wochenzeitung sie ans Licht brachte.
Das ukrainische Verteidigungsministerium dementierte am Sonntag einen Bericht, in dem es beschuldigt wurde, die Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben, kündigte aber an, dass eine interne Untersuchung eingeleitet worden sei, um die Bedenken zu zerstreuen.
Die im öffentlichen Raum verbreiteten Informationen über den Inhalt der Beschaffung von Lebensmitteldienstleistungen wurden mit Anzeichen von absichtlicher und irreführender Manipulation verbreitet», beklagte das Ministerium als Reaktion auf den Bericht in der «Dzerkalo Tijnia», einer der angesehensten Wochenzeitungen des Landes.
Der für diesen Bereich zuständige Minister Oleksei Reznikov warnte, dass die Behörden die Person, die für die Weitergabe der Lebensmittelbeschaffungsverträge an die Medien verantwortlich ist, verfolgen und vor Gericht stellen werden.
In einer Erklärung auf Facebook erklärte Reznikov, dass der Vorsitzende des Ausschusses für Nationale Sicherheit der Werchowna Rada, Oleksander Zavitnevich, auf seine Bitte hin zu einem Treffen mit Vertretern des NABU und des Nationalen Sicherheitsdienstes eingeladen worden sei, um das Thema zu besprechen und sicherzustellen, dass alle Bereiche «auf derselben Seite» stehen.
Er wies auch auf die Einrichtung einer Untersuchung des Beschaffungsprozesses hin, die zwar eine «zusätzliche Belastung für das Verteidigungsministerium» darstelle, aber notwendig sei, und das Ressort sei «bereit, dies zu tun».
Medienberichten zufolge kaufte die ukrainische Armee im Rahmen eines Abkommens über die Bereitstellung von Lebensmitteln im Wert von 13,6 Milliarden Grivna (rund 340 Millionen Euro) für Militäreinheiten, die in den frontfernen Regionen Poltawa, Sumi, Kiew, Jitomir, Tschernobyl und Tscherkasi stationiert sind, beispielsweise Eier zu 17 Grivna pro Stück (0,43 Euro), während sie auf der Straße für 7 Grivna (0,18 Euro) verkauft werden.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






