
Das Europäische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (ECDC) hat ausgeschlossen, dass der Anstieg der COVID-19-Fälle in China die epidemiologische Situation in Europa beeinflussen wird, vor allem aufgrund der hohen Immunität der europäischen Bevölkerung und des Fehlens neuer Varianten.
«Die in China zirkulierenden Varianten sind bereits in der EU im Umlauf, so dass sie keine Herausforderung für die Immunantwort der EU/EWR-Bürger darstellen. Außerdem sind die europäischen Bürger relativ häufig geimpft und immunisiert», so die EU-Agentur in einer Erklärung.
Diesbezüglich betont das ECDC, dass «angesichts der höheren Immunität der Bevölkerung in der EU/im EWR sowie des früheren Auftretens und der anschließenden Verdrängung der derzeit in China zirkulierenden Varianten durch andere Omicron-Varianten in Europa ein Anstieg der Fälle in China die epidemiologische Situation von COVID-19 in der EU/im EWR voraussichtlich nicht beeinflussen wird».
Gegenwärtig sind in China vor allem Varianten im Umlauf, die vom Omikron abstammen, wobei BA.5.2 am häufigsten vorkommt (35%), gefolgt von BF.7 (24%), BQ.1 (18%), BA.2.75 (5%), XBB (4%) und BA.2 (2%). Darüber hinaus wurden bei reisebedingten Fällen die Varianten BA.5.6, BA.4.6, BM.4.1.1.1 und BA.2.3.20 entdeckt, die in China zirkulieren. Es sind keine neuen Varianten entdeckt worden.
Die Zahl der COVID-19-Fälle hat in China einen Rekordstand erreicht, der am 2. Dezember seinen Höhepunkt erreichte. In den letzten drei Wochen ist die Inzidenz zurückgegangen, was wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen ist, dass weniger Tests durchgeführt und somit weniger Infektionen festgestellt wurden.
In jedem Fall stellt das ECDC fest, dass «es nach wie vor an zuverlässigen Daten über COVID-19-Fälle, Krankenhauseinweisungen, Todesfälle sowie die Kapazität und Belegung von Intensivstationen in China mangelt».
«Aufgrund der geringen Immunität der Bevölkerung und der Lockerung der nicht-pharmazeutischen Maßnahmen ist in den kommenden Wochen mit einer hohen Zahl von SARS-CoV-2-Infektionen und einem erhöhten Druck auf die Gesundheitsdienste in China zu rechnen», so die Prognose.
Das ECDC hat gemeinsam mit den EU/EWR-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission seine Überwachungsaktivitäten verstärkt und erklärte, es werde «die Risikobewertungen überprüfen und die Maßnahmen gegebenenfalls anpassen».
Darüber hinaus arbeitet die europäische Agentur nach eigenen Angaben «eng» mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa und weltweit zusammen und steht in «regelmäßigem Kontakt» mit dem chinesischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (Chinese CDC) und den wichtigsten CDCs weltweit.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






