
Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) durchsuchten Beamte der Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung und Mitglieder der Abteilung für Ermittlungen gegen hochkomplexe Verbrechen (DIVIAC) der peruanischen Polizei die Wohnung und die Büros von Walter Ayala, einem der Verteidigungsminister des ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo.
Vorläufigen Informationen zufolge könnte die Durchsuchung im Zusammenhang mit den angeblichen irregulären Beförderungen innerhalb der Streitkräfte und der Nationalen Polizei stehen, ein Fall, der Ayala und andere hochrangige Mitglieder der Sicherheitskräfte betrifft, so der Radiosender RPP.
Die Staatsanwälte und Polizisten begaben sich zunächst zu Ayalas Büro, wo sie sich gewaltsam Zutritt verschaffen mussten. Anschließend begaben sie sich zur Privatwohnung des ehemaligen Ministers, die sie betreten durften.
In den beiden Büros des ehemaligen Verteidigungsministers beschlagnahmten die Staatsanwaltschaft und die Nationale Polizei zwischen Juli und November 2021 einen Laptop, mehrere Dokumente und eine Spiegelkopie seines persönlichen Computers.
Nach Abschluss der Durchsuchungsaktion erklärte Ayala gegenüber den Medien seine Bereitschaft, mit der Justiz zusammenzuarbeiten. «Ich war Richter und habe eine große Verantwortung, nicht zu lügen», sagte er.
«Ich bin bereit zu sagen, was ich weiß, aber ich werde die Schuld nicht auf meine Schultern nehmen. Wenn ich gesehen habe, dass jemand etwas (Geld) hinterlassen hat oder nicht, werde ich das vor einem Staatsanwalt sagen», sagte der ehemalige Verteidigungsminister laut «La República».
In diesem Sinne beteuert Ayala, dass er von jeglicher Schuld «rein» sei und jede Verwicklung in korrupte Machenschaften zurückgewiesen habe. «Wenn es Leute gibt, die gestohlen haben, sollen sie ins Gefängnis gehen, denn niemand sollte den Staat bestehlen. Ich bin sauber», sagte er.
Mitte Juli beschuldigte die peruanische Staatsanwaltschaft den ehemaligen Präsidenten Castillo, eine mutmaßliche kriminelle Organisation zu leiten, die sich der Förderung von Offizieren der Streitkräfte und der nationalen Polizei widmete, die dem damaligen Präsidenten nahe standen.
Nach der Hypothese der Staatsanwaltschaft hätten Castillos ehemaliger Berater Bruno Pacheco und der ehemalige Minister Ayala «das kriminelle Projekt operationalisiert und verwirklicht», dank dessen sie zusammen mit dem Präsidenten finanziell profitiert hätten.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






