
Die moldauischen Behörden haben am Freitag die Lizenzen von sechs Fernsehsendern entzogen, die beschuldigt werden, falsch über die nationale Lage und auch über die Entwicklung des Krieges im Nachbarland Ukraine zu informieren.
Die Entscheidung wurde von der Kommission für Notfallsituationen der moldauischen Regierung im Rahmen des Ausnahmezustands getroffen, der seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine in der Republik Moldau in Kraft ist und bereits mehrfach verlängert wurde.
Wie die Kommission in einer Erklärung klarstellte, wurde die Entscheidung, die Lizenzen dieser Fernsehsender auszusetzen, getroffen, um «den nationalen Nachrichtenraum zu schützen und das Risiko der Desinformation durch die Verbreitung falscher Informationen oder Versuche, die öffentliche Meinung zu manipulieren, zu verhindern».
Die sechs Fernsehsender, deren Lizenzen ausgesetzt wurden und die nicht mehr auf moldawischem Gebiet senden dürfen, sind: First in Moldova, RTR Moldova, Accent TV, NRV-Moldova, TV6 und Orhei TV. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat bestätigt, dass einige dieser Kanäle sowohl russische Programme als auch regierungskritische Sendungen ausstrahlen.
Später begründete die moldauische Ministerpräsidentin Natalia Gavrilita die Entscheidung damit, dass die sechs Sender «ernsthaft und wiederholt» gegen die Mediengesetze des Landes verstoßen hätten, indem sie «voreingenommen und manipulativ über die Ereignisse» in Moldau und der Ukraine berichtet hätten.
«Nach dem fast 300-tägigen Krieg in der Ukraine wurde die Propaganda in Moldawien nicht zurückgehalten, sondern eher noch verstärkt», prangerte Gavrtilita an und sprach von einem «Informationskrieg» gegen sein Land. «Wir haben die Verantwortung und sogar die Pflicht, unsere Bürger und unser Land zu schützen», schrieb er auf seinem Facebook-Profil.
«Die heutige Entscheidung zielt darauf ab, den Informationsraum im Land zu sichern und Manipulation und Propaganda zu unterbinden, die korrupte und besonders gefährliche Elemente sind, vor allem in der schwierigen Zeit, die wir gerade durchmachen», so der moldauische Regierungschef abschließend.
Neben der Aussetzung der oben genannten Kanäle hat die Kommission für Notfallsituationen weitere Maßnahmen für den Energiesektor angekündigt. Neben der Sicherheitsbedrohung riefen die Behörden aufgrund der Energiesituation auch den Notstand aus.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






