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Ukraine warnt vor weiteren «Bedrohungen» für ihre Botschaften neben dem Anschlag in Madrid

Ingrid Schulze

2022-12-01
Archiv
Archiv – Der ukrainische Außenminister Dimitro Kuleba – -/Ukrinform/dpa

Der ukrainische Außenminister Dimitro Kuleba hat davor gewarnt, dass es neben dem Angriff auf die Botschaft in Madrid am Mittwoch weitere «alarmierende Ereignisse» in anderen ukrainischen diplomatischen Einrichtungen im Ausland gegeben hat.

«Es gab weitere beunruhigende Vorfälle, die nicht mit Sprengstoff zu tun hatten, sondern mit ganz konkreten Drohungen gegen die ukrainische Botschaft», sagte der Minister, der laut Ukrinform keine weiteren Details nannte.

Auf die Frage, um welche Art von Drohungen es sich handele und wo diese stattfänden, wies Kuleba darauf hin, dass das ukrainische Außenministerium in Kürze eine Erklärung zu dieser Angelegenheit abgeben werde, wagte aber zu bestätigen, dass es eine «groß angelegte gezielte Kampagne» gegen sein Land gebe.

Der ukrainische Vertreter betonte außerdem, dass geklärt werden müsse, wer hinter diesen Drohungen stecke, einschließlich des explosiven Briefes an die Botschaft in Madrid, bei dem ein diplomatischer Mitarbeiter leicht verletzt wurde.

Zu dem Vorfall in der spanischen Hauptstadt sagte Kuleba, dass die ukrainischen Behörden eng mit den spanischen Behörden zusammenarbeiten, um herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt.

«Wir haben nur eine Vermutung, wer dahinter steckt, aber wir müssen das gesamte Netzwerk von Agenten und Personen verfolgen, die an dieser Kampagne beteiligt sind», sagte Kuleba, der anprangerte, dass sein Land unter einer neuen Form des Terrors gegen die Bevölkerung leidet.

Der Außenminister verurteilte am Mittwoch den «terroristischen Anschlag» auf die Botschaft in Madrid und erklärte, die ukrainischen Behörden würden «alle Maßnahmen» ergreifen, um sicherzustellen, dass die Täter «streng bestraft» würden.

Der Sprengstoffbrief, der am Mittwoch einem Mitarbeiter der ukrainischen Botschaft in Madrid leichte Verletzungen an der Hand zufügte, enthielt pyrotechnische Elemente, so die Polizei gegenüber Europa Press nach einer ersten Analyse des Sprengstoffs.

Die Explosion ereignete sich, als der Arbeiter, ein ukrainischer Staatsangehöriger, den Umschlag in einem Gartenbereich der diplomatischen Gesandtschaft anfasste. Das Schreiben war an den Botschafter Sergei Pohoreltsev gerichtet.

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