
Die Behörden in der chinesischen Stadt Urumqi in der Provinz Xinjiang haben sich gegen die Behauptungen einiger Einwohner ausgesprochen, die bestreiten, dass Beschränkungen gegen das Coronavirus den Brand eines Wohnhauses, bei dem am Freitag mindestens zehn Einwohner ums Leben kamen, irgendwie behindert haben.
Nach der Bestätigung des Vorfalls kündigten die städtischen Behörden an, dass sie eine Untersuchung des Vorfalls einleiten würden. Nach ersten Erkenntnissen wurde festgestellt, dass keine Türen oder Wohnungen verdrahtet waren und keine Blockaden festgestellt wurden, die das Öffnen der Türen verhindert hätten.
Nach Angaben des Leiters der Rettungsaktion verfügten einige der betroffenen Anwohner nicht über ein ausreichendes «Selbstschutz- und Rettungsbewusstsein», und er wies darauf hin, dass diese Menschen keine wirksamen Maßnahmen ergriffen, um zu versuchen, die Flammen zu löschen oder zu fliehen.
Bei einem Brand in einem Gebäudekomplex in der Stadt Urumqi in der nordwestlichen Provinz Xinjiang starben mindestens zehn Menschen, neun weitere wurden verletzt.
Xinjiang ist für 100 Tage gesperrt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, nachdem ein neuer Ausbruch in China festgestellt wurde. Einige Anwohner haben sich darüber beschwert, dass Mobilitätseinschränkungen die Rettungsmaßnahmen behindert haben.
Berichten der Deutschen Presse-Agentur zufolge waren einige Bewohner des brennenden Gebäudes eingeschlossen, weil die Türen verschlossen waren, um sie daran zu hindern, nach draußen zu gehen, während andere Bürger Berichten zufolge nicht einmal das Gebäude betraten, weil sie befürchteten, gegen die Beschränkungen zu verstoßen.
Die Polizei in Urumqi hat schnell gehandelt, um solche Behauptungen zu unterdrücken, und sie hat sie nicht nur dementiert, sondern auch Maßnahmen gegen diejenigen ergriffen, die solche Berichte verbreitet haben. Einer 24-jährigen Frau droht eine zehntägige Haftstrafe, weil sie die von den Behörden als falsch eingestuften Informationen weitergegeben hat.
Der asiatische Riese insgesamt verzeichnet einen Anstieg der Coronavirus-Fälle und hat damit die höchste Zahl von Infektionen seit Beginn der Pandemie erreicht. Allein in Peking wurden am Samstag fast 35.000 neue Fälle gemeldet.
China, das bisher keine großen Infektionszahlen wie die meisten anderen Länder gemeldet hat, hält weiterhin an einer restriktiven Politik namens «COVID Zero» fest, die die Schließung ganzer Wohnkomplexe vorsieht.
Diese Maßnahmen, die die politische Führung Chinas vor etwas mehr als einer Woche bekräftigt hat, haben in der Bevölkerung für Unruhe gesorgt und bei einem Teil der internationalen Gemeinschaft Zweifel geweckt.






