
Panamas ehemalige Präsidenten Ricardo Martinelli und Juan Carlos Varela sind zwei der 36 Personen, die im Fall des brasilianischen Bauunternehmens Odebrecht vor Gericht stehen werden. Dies bestätigte Richterin Baloisa Marquínez, wie die Zeitung «La Prensa» berichtet.
Martinelli, der zwischen 2009 und 2014 Präsident des lateinamerikanischen Landes war, wurde wegen mutmaßlicher Geldwäsche und Korruption bei internationalen Transaktionen angeklagt, nachdem die Strafkammer des spanischen Nationalgerichts im April 2021 eine Klage der Internationalen Stiftung Baltasar Garzón (FIBGAR) zugelassen hatte.
Martinelli versicherte in seiner Aussage als Angeklagter vor dem Richter des spanischen Nationalgerichts, Ismael Moreno, dass er kein Geld für die Vergabe der Arbeiten an den Linien 1 und 2 der Metro und der Health City of Panama an das von Odebrecht geführte Konsortium erhalten habe, dem auch die FCC angehörte.
Das Verfahren wurde 2017 aufgrund einer Anzeige gegen einen Rechtsberater von Odebrecht wegen möglicher Straftaten wie Geldwäsche, Bestechung und kriminelle Vereinigung, die zwischen 2009 und 2015 begangen wurden, eröffnet. Die brasilianische Baufirma soll spanische Unternehmen benutzt haben, um die angeblichen Schmiergelder zu waschen.
Juan Carlos Varela, von 2014 bis 2019 Präsident des Landes, wird seinerseits der Geldwäsche beschuldigt, weil er Schecks mit angeblichen Spenden von Odebrecht an die Panameñista-Partei für den Wahlkampf 2009 erhalten hat.
Bei einem zweiten Erscheinen vor der Staatsanwaltschaft erhob Varela Anklage gegen Martinelli, der in den angeblichen Kauf der Editora Panamá América SA (EPASA) mit öffentlichen Geldern verwickelt ist. Die Söhne Martinellis, Ricardo und Luis Enrique, sind ebenfalls in den Fall Odebrecht verwickelt.






