
Der Oberste Gerichtshof Brasiliens (TSF) hat am Freitag beschlossen, 942 Personen wegen ihrer Beteiligung an dem Angriff auf den Sitz der drei Staatsgewalten in Brasilia am 8. Januar in Haft zu nehmen.
Richter Alexandre de Moraes nahm die Entscheidung an, nachdem er die Analyse der Situation der 1.406 Personen, die sich noch in Haft befanden, abgeschlossen hatte. Von ihnen wurden 464 vorläufig freigelassen, obwohl sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einhalten müssen, wie die Zeitung «O Globo» berichtet.
Bei den 942 Personen, die nicht freigelassen wurden, wurde die Untersuchungshaft in eine Untersuchungshaft umgewandelt, für die es keine bestimmte Frist gibt.
Nach Angaben von Moraes’ Büro zu den Personen, die weiterhin in Haft bleiben, ist der Richter der Ansicht, dass es Hinweise darauf gibt, dass sie terroristische Handlungen, kriminelle Vereinigungen, gewaltsame Abschaffung des demokratischen Rechtsstaats, einen versuchten Staatsstreich sowie Bedrohung, Verfolgung oder Anstiftung zu Straftaten begangen haben.
Für die freigelassenen Häftlinge hingegen gäbe es keine Beweise, dass sie Gewalttaten, Hausfriedensbruch oder Plünderungen begangen haben. Allerdings müssen sie eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, wie z. B. nächtlichen und wochenendlichen Hausarrest, das Anlegen von elektronischen Fußfesseln sowie das Verbot des Waffenbesitzes.
Sie dürfen das Land nicht verlassen und dürfen unter anderem keine sozialen Netzwerke nutzen, um mit den anderen Verdächtigen zu kommunizieren, so die Zeitung.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






