
Die Außenminister von Chile und Kolumbien, Antonia Urrejola bzw. Álvaro Leyva, haben am Montag einen Antrag an den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte (IACHR) unterzeichnet, um die Beteiligung lateinamerikanischer Staaten an Klimanotfällen zu klären.
Während des Besuchs des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro in Chile überreichten die Außenminister beider Länder der IACHR eine Petition zur Klärung des Umfangs staatlicher Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, um «einen Präzedenzfall zu schaffen, der das Handeln von Staaten, die sich für die Menschenrechte im Umweltbereich einsetzen, leiten wird», heißt es in einer Erklärung des chilenischen diplomatischen Corps.
«Mit diesem Ersuchen um ein Gutachten an den Gerichtshof sollen die Verpflichtungen des Staates in Bezug auf die Prävention und die Menschenrechtsgarantien im Zusammenhang mit der Klimakrise sowie die entsprechenden Gerichtsverfahren geklärt und Rechtssicherheit in Bezug auf die Festlegung der gemeinsamen Verantwortung der Länder in diesem Bereich erlangt werden», heißt es in dem Schreiben.
Urrejola zufolge wird diese Konsultation der IACHR, obwohl sie von Chile und Kolumbien vorgelegt wurde, das gesamte interamerikanische System, die Region und die am meisten gefährdeten Menschen betreffen.
Der Leiter der kolumbianischen Diplomatie fügte seinerseits hinzu, dass «dies das erste Mal ist, dass das Escazú-Abkommen, dessen zentraler Rahmen darin besteht, zu wissen, wie man informiert, um informieren zu können», in Gang gesetzt wurde.
«Auf diese Weise werden die Initiativen auf multilateraler Ebene weiter gestärkt, die die Umweltkrise aus einer Menschenrechtsperspektive angehen und so die Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels auf faire, gerechte und nachhaltige Weise beschleunigen können», heißt es in der Erklärung weiter.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






