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185 Rohingya-Migranten kommen nach wochenlanger Seefahrt in Indonesien an

Ingrid Schulze

2022-12-27
Datei
Datei – Rohingya-Flüchtlinge in einem Lager in der Stadt Lhokseumawe, im Norden der indonesischen Insel Sumatra. – ZIKRI MAULANA / ZUMA PRESS / CONTACTOPHOTO

Die Regionalpolizei in Aceh, Indonesien, hat die Zahl der Rohingya-Migranten, die am Montag im Land angekommen sind, mit 185 angegeben.

«Es handelt sich um 185 Rohingya-Migranten, die am Montag, den 26. Dezember, gegen 17.30 Uhr (Ortszeit) in Pidie gelandet sind», sagte der regionale Polizeisprecher Polda Pol Winardy, zitiert von der Nachrichtenagentur Antara.

Die Migranten – 85 Männer, 70 Frauen und 32 Kinder – sind vorübergehend im Bezirk Muara Tiga im Norden des Landes untergebracht.

Winardy sagte, die Polizei koordiniere sich mit verwandten Parteien in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, um das Migrationsproblem anzugehen.

«Es besteht ein dringender Bedarf an sektorübergreifender Koordinierung, um das Rohingya-Problem zu lösen, da die Rohingya immer häufiger in Aceh landen», sagte er.

Darüber hinaus waren am Vortag – dem Weihnachtstag – insgesamt 57 Migranten in Ace gestrandet, während die Behörden vor etwas mehr als einem Monat, zwischen dem 15. und 16. November, 110 bzw. 119 gestrandete Migranten fanden.

Angehörige der Rohingya-Gemeinschaft, die nicht nur vor religiöser Verfolgung in ihrem Heimatland Birma, sondern auch vor den schrecklichen Bedingungen in den Flüchtlingslagern in Bangladesch fliehen, kommen häufig nach Indonesien.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Regierungen in der Region bereits aufgefordert, auf die Bitten der 190 Menschen zu hören, die zwischen der Andamanensee und dem Golf von Bengalen treiben.

Nach Angaben des UNHCR befinden sich diese Menschen seit einem Monat unter entsetzlichen Bedingungen auf dem Meer, ohne ausreichend Nahrung und Wasser, während die Staaten in der Region wegschauen. Berichten zufolge sollen etwa 20 Menschen beim Warten auf ihre Rettung gestorben sein.

Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)

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