
Der ranghohe russische Diplomat Michail Uljanow erklärte am Freitag, dass direkte trilaterale Gespräche zwischen Moskau, Kiew und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) über Saporija aufgrund des derzeitigen Zustands der russisch-ukrainischen Beziehungen «unmöglich» seien.
In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur TASS zum Stand der Verhandlungen über eine Pufferzone um das Kernkraftwerk Saporija befragt, betonte Uljanow, dass aufgrund der fehlenden direkten Kommunikation zwischen Russland und der Ukraine kaum Fortschritte in dieser Frage erzielt worden seien.
Der Generaldirektor der IAEO, Rafael Grossi, muss eine «Pendeldiplomatie» betreiben und abwechselnd mit Russland und der Ukraine kommunizieren», sagte der ständige Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien.
«Natürlich hätte man in dieser Frage schneller vorankommen können, wenn trilaterale Gespräche stattgefunden hätten, aber das ist aufgrund des derzeitigen Zustands der russisch-ukrainischen Beziehungen nicht möglich», fügte er hinzu und bemerkte, dass Grossi mit beiden Seiten «abwechselnd» kommuniziert.
Wochen zuvor hatte der Generaldirektor der IAEO erklärt, dass der russische Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenksi bereit seien, eine von der Agentur vermittelte Vereinbarung zu treffen, um sicherzustellen, dass sich Europas größtes Kernkraftwerk nicht länger in einer «so prekären Situation» befindet.
«Beide Führer haben ihre Bereitschaft bekundet, mit mir und der IAEO zusammenzuarbeiten und zu akzeptieren, dass die Einrichtung dieser Pufferzone ein realistisches Ziel ist. Sonst würden sie mir sagen: ‘Verschwende deine Zeit nicht, ich bin nicht einverstanden, das geht nicht'», sagte Grossi in einem Interview mit der argentinischen Tageszeitung La Nación.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






